Wer ein Haus kaufen oder bauen möchte, kann zumeist auf den Immobilienkredit nicht verzichten, denn die eigenen finanziellen Mittel reichen oft nicht aus, man sollte außerdem über genügend Reserven verfügen, da der Bau und der Besitz einer Immobilie mit laufenden Kosten verbunden sind. Der Immobilienkredit zeichnet sich durch eine hohe Summe und eine lange Laufzeit aus. Deshalb sind Sicherheiten erforderlich. Eigenkapital dient als Sicherheit, ebenso wie ein geregeltes Einkommen, deshalb muss bei der Beantragung des Immobiliendarlehens ein Arbeitsverhältnis mit entsprechendem Einkommen nachgewiesen werden. Kontoauszüge der letzten drei Monate dienen zum Nachweis der Bonität für den Immobilienkredit. Ein Immobiliendarlehen kann zusätzlich mit einer Hypothek oder Grundschuld auf die Immobilie gesichert werden.
Die Zinsen für den Immobilienkredit richten sich nach der marktüblichen Zinssituation, die von den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank bestimmt wird. Je nach Bank weichen die Zinsen voneinander ab. Direktbanken bieten besonders günstige Zinsen, da sie keine oder nur wenige Filialen betreiben und daher kostengünstig wirtschaften. Am Telefon steht ein Ansprechpartner zur Verfügung. Bevor das Immobiliendarlehen beantragt wird, sollte man genau prüfen, in welcher Höhe man es aufnehmen möchte und wie hoch man die monatlichen Raten festlegen kann, um noch genügend finanziellen Spielraum im Monat zu haben. Für den Immobilienkredit sollte man den Vergleich der Banken im Internet nutzen. Über die Vergleichsplattform kann man die gewünschte Darlehenssumme und die Laufzeit eingeben und erhält einen Überblick über die Höhe der Zinsen, die monatlichen Raten und die Kosten für den Immobilienkredit. Der Kredit kann direkt online beantragt werden. Die Kreditsumme und die Laufzeit haben ebenso wie die Bonität des Antragstellers Einfluss auf der Höhe der Zinsen. Da bei der Antragstellung die Bonität geprüft wird, können die Zinsen, die man tatsächlich für das Immobiliendarlehen zahlen muss, von den Zinsen im Kreditvergleich abweichen. Bei günstiger Bonität sind die Zinsen besonders günstig.
Da ein Immobiliendarlehen oft in sehr großer Höhe über eine lange Laufzeit aufgenommen wird, vereinbart man häufig eine Periode der Sollzinsbindung, während der sich die Zinsen nicht verändern. Sie sollte in Abhängigkeit von der marktüblichen Zinssituation festgelegt werden, damit man sich für den Immobilienkredit günstige Zinsen sichern kann. Für die noch verbleibende Restschuld wird eine Anschlussfinanzierung vereinbart.